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Praktikum in Australien: So klappt‘s

Oktober 22, 2012 Von: Fabian Kategorie: Praktikum Australien 4 Kommentare →


Im heutigen Artikel geht's mal nicht um ein Work and Travel in Australien, sondern um ein Auslandspraktikum.

Ein herzliches Dankeschön an Jeannette Stowasser. Sie hat den Artikel im Auftrag von Kaplan International geschrieben. Viel Spass beim lesen und natürlich bei der Vorbereitung auf Dein Praktim in Australien…

Praktika sind mittlerweile keine Kür mehr, sondern Pflicht. Egal, was ihr später mal machen wollt, ein Praktikum – besonders ein Auslandspraktikum – ist ein guter Türöffner. Ihr zeigt, dass ihr euch in der Branche bereits auskennt und euch in einem fremden Land durchschlagen könnt. Doch gerade Praktikumsplätze in Australien sind heißbegehrt. Wie geht ihr am besten vor, um die beste Stelle zu ergattern? Wo findet ihr potenzielle Arbeitgeber, auf was ist bei der Bewerbung zu achten?

Australische Unternehmen finden

Praktikumsplätze gibt es in allen Branchen. Vom Architekturbüro über die Grafikagentur bis zur sozialen Einrichtung – egal, was ihr studiert, ihr werdet die passende Firma finden. Wenn ihr nicht lange suchen wollt, könnt ihr euren Praktikumsplatz auch bei einer Vermittlungsagentur buchen. Das ist natürlich teurer, spart aber Zeit und Nerven.
Wenn ihr den kostengünstigeren Weg einschlagen möchtet, könnt ihr auch selbst aktiv werden. Dann geht ihr am besten ausgeschriebene Praktikastellen durch, die ihr in australischen Jobbörsen findet. Das Problem: Auf diese Idee kommen andere Bewerber auch – die Konkurrenz ist also groß.

Deshalb machen auch Initiativbewerbungen Sinn. Denn auch wenn eine Firma keinen Praktikumsplatz ausgeschrieben hat, sind unbezahlte Arbeitskräfte oft gern gesehen.
Findet also heraus, welche Firmen in eurer australischen Traumstadt ansässig sind. Nutzt dazu keine deutsche Suchmaschine, sondern eine australische. Die australische Variante von Google wird euch relevante, lokale Ergebnisse anzeigen, die ihr für die Recherche nutzen könnt.
Überprüft auch, in welchen australischen Städten Tochtergesellschaften deutscher Firmen zu finden sind. Besonders gute Chancen habt ihr, wenn ihr in der entsprechenden deutschen Firma bereits gearbeitet habt und ein gutes Zeugnis vorweisen könnt.

Mit einer gelungenen Bewerbung punkten

Wenn ihr euch für eine Vermittlungsagentur entschieden habt, müsst ihr eure Bewerbung natürlich dorthin schicken. Die meisten Organisationen verlangen die üblichen Formalia: Passbild, Lebenslauf, Zeugnisse und einen Sprachnachweis, wenn vorhanden. Ansonsten ist manchmal auch ein Motivationsschreiben erforderlich, in dem ihr darlegt, warum ihr unbedingt ein Praktikum in Australien machen wollt. Und das auf Englisch! Legt euch also ins Zeug und leistet euch keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler.

Das gilt natürlich auch für die Bewerbungen bei australischen Unternehmen. Wenn ihr euch auf eine Stellenausschreibung bezieht, solltet ihr deutlich machen, dass ihr alle gestellten Anforderungen erfüllt. Geht auf jeden einzelnen Punkt ein und belegt ihn mit Fakten aus eurem Lebenslauf. Ein Beispiel: Der Verlag XY wünscht sich einen Praktikanten, der einen guten Schreibstil mitbringt. Arbeitsproben, Zeugnisse vorangegangener Praktika in deutschen Verlagen oder die freie Mitarbeit bei lokalen Zeitungen o. ä. untermauern deine Kompetenz. Die Behauptung, gerne und gut zu schreiben, wird kaum ausreichen.

Wenn ihr eine Initiativbewerbung schreibt, müsst ihr besonders kreativ sein. Überlegt euch, welche Qualifikationen in genau diesem Unternehmen benötigt werden. Lest euch andere Stellenausschreibungen der Firma durch, falls es welche gibt, und findet heraus, worauf der Personalchef Wert legt. Oder durchforstet Praktikumsausschreibungen ähnlicher deutscher Unternehmen, um etwas Inspiration zu erhalten. Und dann heißt es: Nichts wie ran an die Feder! Und damit ihr ganz sicher sein könnt, dass euer Englisch nicht nach Schulenglisch klingt, könnt ihr die Bewerbung von sprachversierten Freunden gegenlesen lassen. Dann kann nichts mehr schief gehen!

Welche Stipendien finanzieren den Auslandsaufenthalt?

Viele Praktika werden nicht vergütet. Damit ihr euren Traum von einem Auslandsaufenthalt in Australien trotzdem finanzieren könnt, gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten von Stiftungen.

Ihr bekommt sowieso schon BAföG? Super! Dann habt ihr gute Chancen, die Förderung auch im Ausland zu erhalten. Wie hoch das Auslands-BAFöG beim einzelnen ausfällt, ist jedoch recht unterschiedlich. Doch wenn ihr mindestens drei Monate im Ausland arbeitet, lohnt sich eine Bewerbung auf jeden Fall.

Auch der DAAD, der Deutsche Akademische Austausch-Dienst, fördert fleißige Studenten im Ausland. Es gibt verschiedene Stipendienprogramme für unterschiedliche Praktikumsarten. Manche Stipendien unterstützen beispielsweise Forschungspraktika oder Praktika in internationalen Organisationen, andere gewähren Fahrtkostenzuschüsse.

Falls es mit dem Stipendium nicht klappt, kommen vielleicht auch Bildungsfonds infrage. Sie sind flexibler als Studienkredite und werden je nach Höhe des späteren Einkommens zurückgezahlt.

Praktika & Sprachkurse

Finanzielle Unterstützung könnt ihr vor allem dann gut gebrauchen, wenn ihr nicht nur arbeiten, sondern auch einen Sprachkurs machen wollt. Das bietet sich vor allem dann an, wenn euer Englisch ausbaufähig ist oder ihr eure Fremdsprachenkenntnisse unbedingt verbessern wollt. Der Vorteil: Ihr könnt das Gelernte direkt an eurem Arbeitsplatz anwenden und Fragen, die sich bei Gesprächen mit Kollegen ergeben, in der Sprachschule klären. So zieht ihr gleich einen Nutzen aus dem Sprachkurs und verbessert euer Englisch nachhaltig.

Sprachschulen gibt es in den größeren australischen Städten. Manche bieten nicht nur Sprachkurse an, sondern übernehmen auch die Organisation des Auslandspraktikums. Das ist zwar praktisch, kostet aber auch mehr. Am besten vergleicht ihr die Angebote verschiedener Sprachschulen, um das passendste herauszusuchen, oder ihr seht euch direkt in Australien um. Viel Spaß beim Praktikum!